über den Esel

Oft hört man uns Menschen sagen: „Du bist so dumm wie ein Esel!“ oder „Du störrischer Esel!“. Dass aber unsere lieben Langohren weder störrisch noch dumm sind, wird oftmals ignoriert. Das zum Leide der Esel.

Reagiert ein Esel „störrisch“, so ist diese Reaktion nur zu seinem Selbstschutz, denn ein Esel entscheidet nie kopflos, sondern prüft die Gefahren.

Nun zurück, ganz an den Anfang. Die Domestizierung des Esels begann vor ungefähr 6000 Jahren bei den alten Ägyptern. Später wurden die Tiere im römischen Reich als Arbeitstiere eingesetzt. Dass Esel viel länger ohne Wasser und Nahrung auskommen können als Pferde, wurde schon in dieser Zeit sehr geschätzt.

Die heute in Europa lebenden Hausesel stammen vom afrikanischen Wildesel ab und gehören zur Gattung Equus (Equus asinus).

Reinrassige Esel werden nur noch selten gezüchtet. Die wenigen werden aber in staatlich anerkannte Zuchtbücher eingetragen. Eine der bekanntesten Eselrassen ist der Poitou-Esel und ist vor allem in Frankreich weit verbreitet. Das Hauptmerkmal ist das lange, meist zottelige Haar der Tiere, wobei es auch kurzhaarige Poitous gibt. Die Tiere sind sehr kräftig gebaut, trotzdem sind sie sehr sensibel und nicht für schwere Arbeit geeignet.

Das wohl auffälligste Merkmal des Esels sind die langen Ohren, die ihm ermöglichen, allfällige Gefahren frühzeitig zu registrieren. Ebenso sind Esel in der Lage über mehrere Kilometer Distanz miteinander durch Laute zu kommunizieren.

Das bekannte „Iaaaah“ erfreut nicht jedermann. Es kann sehr laut und ohrenbetäubend sein.

Der Tast- und Sehsinn ist zu vergleichen mit dem des Pferdes.

Wie beim Pferd, ist auch der Geruchssinn stark ausgeprägt und ein Bestandteil der gegenseitigen Kommunikation. Die Lebenserwartung eines Esels kann bei guter Haltung zwischen 30 und 40 Jahren liegen. Es gibt aber durchaus auch ältere Tiere.

Esel sind keine ausgesprochenen Herdetiere, jedoch auch keine Einzelgänger. In freier Wildbahn trifft man die Langohren in gut gestalteten Gruppen an.

Die meisten Eselbesitzer gehen mit ihren Tieren durch dick und dünn. Wer das Vertrauen eines Esels erhalten hat, ist im Besitz einer unbeschreiblich schönen und wertvollen Freundschaft, die er wohl kaum mehr missen möchte.

Ob man jetzt das Tier reitet, fährt oder anderweitig einsetzt, sie lösen ihre Aufgabe stets ruhig und durchdacht.

In der Hoffnung, dass dieser Bericht den Esel in ein besseres Licht stellt.

Nachfolgend vielleicht eine Geschenksidee?

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